Grenzüberschreitungen. Migrantinnen und Migranten als Akteure im 20. Jahrhundert.

Frauen und Exil 11/2018

Grenzen passieren – Grenzen ziehen: Historische, kultur- und sozialwissenschaftliche Perspektiven beleuchten unterschiedliche Erfahrungen von Grenzüberschreitung.

Grenzüberschreitungen sind eine Herausforderung. Das gilt für das konkrete Passieren nationaler Grenzen, das seit dem Ersten Weltkrieg und bis in die jüngste Vergangenheit ein von Formalitäten geprägter Akt und eine existenzielle Erfahrung ist. Das trifft aber auch auf Praktiken von Grenzziehungen und Grenzüberschreitungen zu, die Neuankömmlinge in der Ankunftsgesellschaft erleben und mitunter auch selbst vornehmen. Schließlich stehen auch Forscherinnen und Forscher, die sich mit Migration und Exil befassen, vor der Herausforderung, disziplinare Grenzüberschreitungen mit vertrauten Vorgehensweisen und Argumentationsmustern in Einklang zu bringen. Der Band befasst sich aus historischen, kulturwissenschaftlichen, sozialwissenschaftlichen, geschlechtertheoretischen, biografischen und medialen Perspektiven mit Erfahrungen der Grenzüberschreitung. Er fragt nach subjektiven Wahrnehmungsweisen von freiwilligen und erzwungenen Wanderungen sowie nach individuellen Handlungsspielräumen und deren Begrenzungen.

Heike Klapdor zusammen mit Kristina Schulz und Wiebke von Bernstorff (Hg.): Grenzüberschreitungen. Migrantinnen und Migranten als Akteure im 20. Jahrhundert. München: edition text + kritik 2019.

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